Wie Geschäftemacher und Geldeintreiber Internet-Kunden abzockenEinem Drittel der Internet-Nutzer ist es schon passiert: sie sind in eine Abofalle getappt. Eigentlich wollten sie nur schnell nach einem Kochrezept suchen oder einen Routenplaner nutzen, schon haben sie sich auf einer Webseite registriert – und dabei ohne es zu merken ein teures Abonnement abgeschlossen: für eine vollkommen nutzlose Internetseite. Und wenn der Abo-Fallensteller auch noch ein unseriöses Inkasso-Büro einschaltet, kann es richtig unangenehm werden – bis hin zu Drohanrufen. Viele Verbraucher lassen sich von den Drohgebärden einschüchtern und zahlen. Obwohl die Forderungen in den meisten Fällen gar nicht berechtigt sind, wie die Verbraucherzentralen gerade erst in einer Studie festgestellt haben. Aber die Abofallen-Betreiber sind raffiniert und einige von ihnen stecken auch noch mit zweifelhaften Geldeintreibern unter einer Decke.Der Funkstreifzug hat den Fall eines bayerischen Abofallen-Betreibers recherchiert, der zugleich Prokurist eines Inkasso-Büros ist, das Forderungen in ganz Deutschland eintreibt. Verbraucherschützer rechnen vor, dass die Betreiber von Abofallen im Internet pro Jahr und pro Seite rund 10 Millionen Euro Umsatz machen. Der auf IT-Recht spezialisierte Rechtsanwalt Benedikt Klas sagt: "Die angeschlossenen Inkasso-Unternehmen leisten nichts anderes als Beihilfe zum Betrug". Dazu kommt, dass die Staatsanwaltschaften und Gerichte bisher nicht fähig sind, den Abzockern das Handwerk zu legen.
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